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Frühschoppen
Eines der wertvollsten Kulturgüter eines Volkes ist die Sprache und folglich - einer Region - der Dialekt.
Es ist zu bezweifeln, dass eine perfekte Hochsprache Ersatz sein kann für den Mangel an Mundart, der Sprache des Herzens.
Leider ist die Mundart für weite Kreise nicht mehr die Sprache geblieben, in der sie denken, fühlen und reden.
So ist unsere alte Muttersprache, das Grafschafter Platt, ebenso in ernsthafter Gefahr, völlig der Vergessenheit
anheim zu fallen. Das ist schade.
Die Gründe dafür sind vielfältig und sie zu suchen und zu erkennen ebenso.
Dennoch gibt es zahlreiche, zwar zumeist ältere Menschen, die unsere Mundart
perfekt beherrschen und sie auch sprechen möchten. Doch nur selten finden
sie einen Gesprächspartner.
Mit dem „Frühschoppen" hat der Verein dieser Truppe
traditioneller Heimatfreunde eine Basis gegeben, ihrer Sprechlust zufrönen. Bei gemütlichem Plausch,
gewürzt mit mundartlichen Dönekes, Gedichten und Geschichten, Humor und Besinnung auf Grafschafter
Brauch und Tradition vergeht die Zeit wie im Fluge.
Der „Frühschoppen" im Lehrerhaus ist eine kleine,
fruchtbare Insel im weiten Meer der vergessenen Dialekte. Wer sich für das Grafschafter Platt interessiert,
ist ein herzlich gern gesehener Gast in dieser fröhlichen Runde.
Hier eine kleine Kostprobe dieser alten Muttersprache,
liebevoll verfasst von Herrn Winschuh,
zum Thema Frühschoppen:
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Sonndagmärgen en’t Leerer-huus
Mät Platte Tong –för Ald
on Jong Sonndags-märges süüt me träcken
Lüüt no et alde Leerer-huus, öm die Sprook weer optewäcken
Die ens wor bej os te huus. Platt deh ens de Grafschaf prooten
öm – on en et Därp Hier düüt me opläwen looten Platt – ens liew – ens schärp.
Mar nou hüürt me en die Muuren Ok en andre Sprook on Töön,
Hochdütsch lusteren os Uhren ok dat –Regiolekt – kleng schön.
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Dat Lehrer-huus
verfasst von Hans Lüchtenberg, Dezember 1996
En Friemerschen am schönen Diek, doo stäit enn Lehrer-huus, dat stammt noch uut de aalde Tiet,
dat schöne Lehrer-huus. Nou ös de Fröindes-krejs hier drenn, drömm kommen wej gärn hier här,
hier wörrd vertällt on vööl gelaach, af schön af schläch dat Wär. Doo-römm……Refrain
Wenn främde Lüüt van örgend-wo öwern Fröindes-krejs gut kallen, dann düüt os dat, ehrlech gesaag
besondersch räch gefallen. Denn wej sind grow van buuten här on botter-wäik van bennen,
so sinnt de Lüüt nou-mool ge-aat nou lehrt sej doch enns kennen. Doo-römm……Refrain
Wat so enn hiesech Kend betreff doo können wej enn Lied van sengen,
son liewe Därrn on tröi-en Jong ös nörges söös te fenden.
Son betschen prick, so fresch on flöck so froh tum ööwer-quellen,
wään sech enn Grafschafter Kend gefesch dän kann van Glöck vertällen. Doo-römm……Refrain
Dat ös enn Grafschafter Eigenart so sall et ömmer bliewen,
öm en geliewte Hejmot-erd gesonde Wotteln tu-driewen.
Nou lott sej kallen groow af fien dat mek os kenne Kommer,
wej Grafschafter bliewen wat wej sinnt enn ganz besondere Nommer. Doo-römm……Refrain
Refrain
Besüük os doch ock mool em Lehrer-huus, dann füllste dech ock wohl.
hier ös wat van Hejmot on Erennerung te-sehn. Besüük os doch ock mool, hier ös et so schön ********** |
Zu den Veranstaltungen sind auch Nichtmitglieder herzlich
willkommen. Der Eintritt ist frei.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Herrn Günter Pfeiffer Tel.: 02065-20633
» Termine:
An jedem 1. Sonntag im Monat jeweils von 10.30 bis 12.00 Uhr.
Die genauen Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender
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